Niederlage zum Saisonende
Herren 1 beendet Saison auf Platz 7
Vipers InnerSchwyz : ESV Eschenbach
Nach einem fulminanten Start ins neue Jahr musste sich der ESV Eschenbach im finalen Saisonspiel doch noch geschlagen geben. Gegen die Vipers Innerschwyz setzte es in einer hart umkämpften Partie die erste Niederlage nach zuletzt fünf Siegen in Serie.
6:5
01. März 2026 | 18:00 Uhr
MZG Rothenthurm
153 Zuschauer
1. Schiedsrichter: Niklas Meyer
2. Schiedsrichter: Florian Christen
Für die Seetaler war bereits vor dem Anpfiff klar: Das ist der letzte Auftritt dieser Saison. Wer aber dachte, die Gäste würden die Partie auf die leichte Schulter nehmen, sah sich getäuscht. Bereits nach einer Zeigerumdrehung entwischte Rüttimann seinen Bewachern, zog über die Seite vors Tor und versorgte die Kugel mit einem humorlosen Handgelenkschuss im Kasten der Vipers. Die Hausherren, die sich bereits für die Playoffs qualifiziert hatten, zeigten sich davon jedoch wenig beeindruckt. Keine Minute später glichen sie das Skore bereits wieder aus. Nach diesem Kaltstart bekundeten die Eschenbacher Mühe, ihren Rhythmus zu finden. Die Innerschwyzer liessen den Ball gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren und kamen immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. In der 15. Minute münzten sie eine herrliche Passstafette in Zählbares um und gingen erstmals an diesem Abend in Führung.
Ereignisreiches Mitteldrittel
«Wir müssen noch ein, zwei Gänge hochschalten, wenn wir heute mit Punkten nach Hause wollen», appellierte Coach Heini in der Kabine. Seine Mannen nahmen sich die Worte zu Herzen und kamen hellwach aus dem Pausentee. Nach einem schnellen Konter zog Bühlmann ab. Sein Abpraller fiel genau vor die Schaufel von Uhlmann, der nur noch einschieben musste. Und es kam noch besser: Nur vier Sekunden später zerschnitt J. Gürber mit einem sensationellen Laserpass den gesamten Defensivblock und setzte F. Gürber herrlich in Szene. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und versenkte eiskalt zur neuerlichen Führung. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Eine erste Unterzahl überstanden die Gäste noch schadlos, doch bei Spielhälfte glich das Heimteam durch ein unglückliches Eschenbacher Eigentor aus. Im ersten eigenen Powerplay schlug der ESV jedoch zurück: Nach einem Abschluss von S. Anderhub stand der abtretende Kronenberg goldrichtig und staubte zum 3:4 ab. Doch die Freude währte nur kurz. Zwei Minuten später schalteten die Hausherren blitzschnell um und versenkten den Ball zum abermaligen Ausgleich im Netz von Keeper Widmer. Gegen Drittelsende kochten auch die Emotionen hoch: Faé wurde hart über die Bande bugsiert. Da ihn sein Gegenspieler schon zuvor per Stockschlag bremsen wollte, fasste dieser eine 2+2-Minuten-Strafe.
Ungenutzte Chancen rächen sich
Die ersten drei Minuten des Schlussabschnitts durfte der ESV in Überzahl agieren. Trotz bester Möglichkeiten schaute jedoch nichts Zählbares heraus. Die Vipers machten es besser und nutzten ihre Chancen eiskalt: Dank energischem Nachsetzen rissen sie die Führung wieder an sich. Doch eine Eschenbacher Legende wollte das nicht auf sich sitzen lassen. Kronenberg weigerte sich, im allerletzten Spiel seiner Karriere kampflos als Verlierer vom Feld zu gehen. Nach einem massgeschneiderten Zuspiel von Ulrich tankte er sich durch und markierte seinen 24. Saisontreffer zum erneuten Ausgleich. In der Schlussphase zeigten die Vipers dann aber, warum sie in den Playoffs stehen, und stellten die Führung prompt wieder her. Obwohl Eschenbach in den letzten Momenten nochmals alles nach vorne warf, liess sich die knappe Niederlage nicht mehr abwenden.
Mit dieser Niederlage beendet das Fanionteam aus Eschenbach die Saison auf dem 7. Schlussrang. Trotz des Dämpfers zum Abschluss blicken die Seetaler nach einem schwierigen Saisonstart auf eine starke Rückrunde und einen einigermassen versöhnlichen Schlusspunkt zurück.
Vipers InnerSchwyz - ESV Eschenbach 6:5 (2:1, 2:3, 2:1)
MZG Rothenthurm, 153 Zuschauer – SR: N. Meyer, F. Christen
ESV Eschenbach: Widmer /Holenstein; Niederberger, J. Jung, Keller, F. Gürber (1), Feer, Faé, Schumacher, Uhlmann (1), Caduff, J. Gürber, Weibel, S. Anderhub, Hager, Bühlmann, Schärer, Ulrich, Rüttimann (1), Kronenberg (2)
6:5